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554.438 Besucher verzeichnete die LA 2011. Mehr als eine halbe Million Menschen besuchten während der acht Monate dauernden Ausstellung unsere Region. Eine sensationelle Zahl, ein Erfolg der seines gleichen sucht.
2.483 Besucher kamen in das Stadtmuseum Wienertor, das ist rund doppelt so viel wie in einer „normalen“ Saison. Diese Zahl sieht auf den ersten Blick nach einer erfolgreichen Saison aus, aber wenn man da jetzt die Besuchermassen in der Region, die täglichen Öffnungszeiten, die verstärkte Werbung, die Ticketpartnerschaft mit der LA2011 und die neue Urgeschichteausstellung mit der Vortragsreihe in unseren Räumlichkeiten bedenkt, dann war die LA2011 für das Stadtmuseum Wienertor vordergründig kein Erfolg. 2.483 Besucher davon 373 Kinder bedeuten einen Besucherschnitt von 12 Personen je Öffnungstag. Mit der Partnerkarte der LA2011 bezahlten lediglich 20 Besucher und mit der Niederösterreich Card kamen 1.161 Personen. Also kann auch von keinem finanziellen Erfolg die Rede sein.
Kommen wir aber nun zum positiven Aspekt dieser Großveranstaltung und den Auswirkungen auf unser Museum, denn man muss auch die Nachhaltigkeit der Landesausstellung ins Treffen führen. Wir haben uns auf die LA2011 professionell vorbereitet, die Urgeschichteausstellung wurde mit finanzieller Unterstützung der Sparkasse Hainburg Privatstiftung und der wissenschaftlichen Mitwirkung der Universität Wien unter der Leitung von Frau Dr. Alexandra Krenn-Leeb gestaltet. Diese als Sonderausstellung geplante Präsentation verbleibt nun mit allen Ausstellungsstücken und Leihgaben als Dauerausstellung im Museum.
Das Heimatmuseum im dritten Geschoss hat die Arbeitsgruppe komplett überarbeitet, neue Vitrinen im Stil der historischen Schaukästen angeschafft und eine große Anzahl neuer Ausstellungsstücke präsentiert. Eine moderne Präsentationstechnik wurde ebenfalls in den mittelalterlichen Räumlichkeiten dezent installiert, um die wissenschaftlichen Vorträge die begleitend zur Urgeschichteausstellung gehalten wurden, professionell abzuwickeln. Auch die Beleuchtung konnte mit Unterstützung der Sparkasse Hainburg Privatstiftung erneuert werden.
Aber auch nach Saisonschluss können wir uns nicht zurücklehnen, denn die Schließung der Tabakfabrik hat auch unmittelbare Auswirkungen auf das Museum. Wir müssen unser Depot am Klosterplatz räumen und bekamen von der Stadtgemeinde zwei Wohnungen im Rathaus zugesprochen, die ab dem neuen Jahr unser umfangreiches Depot beherbergen sollen. Bei dieser Gelegenheit wurden die Sammlungen neu katalogisiert und teilweise auch entrümpelt.
In der nächsten Saison erwarten unsere Besucher einige neue, sehr interessante Ausstellungsstücke. Allen voran natürlich das Renaissanceportal aus dem Hundsheimer Hof, das Prozessionskreuz vom Friedhof der Martinskirche und eine kleine Ausstellung zum Thema Fackellauf Olympia 1936. Aber auch bestehende Ausstellungsstücke werden in der Winterpause fachmännisch restauriert.
Unser Museum hat sich in den letzten Jahren von einem etwas verstaubten Heimatmuseum zu einer gefällig und modern präsentierten Ausstellung mit wissenschaftlich fundierten Inhalten entwickelt. Diesen Weg wollen wir weiter vorantreiben um die Geschichte unserer Stadt den Menschen zugänglich zu machen.
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